Heilandskirche und Facebook

von Michael Bartl

Liebe Besucherinnen und Besucher von http://www.heilandskirche.de
und http://www.facebook.com/heilandskirche.unterhaching

Muss das sein? Muss jetzt schon eine Kirchengemeinde auf Facebook vertreten sein?

Eine häufig gestellte Frage, auf die ich gerne antworten will.

Beim ganzen Thema "Internet, Neue Medien, Soziale Netzwerke" finde ich wichtig, dass man zunächst Klarheit darüber hat, wie die einzelnen Medien funktionieren. Lassen sie mich daher gleich zu Beginn die Wirkweise der von uns verwendeten Medien erklären.

Homepage

Eine normale Internetseite wie http://www.heilandskirche.de funktioniert so, dass
  • man Informationen auf den Webserver kopiert und
  • die Besucher der Seite die Informationen abrufen können
Das bedeutet aber,
  • dass jeder Besucher nur immer den aktuellen Stand abrufen kann und
  • dass man zwischenzeitliche Änderungen nicht mitbekommt
Informationen über kurzfristige Ereignisse erreichen die Leute also nur, wenn sie aktiv danach suchen, also die Seite regelmäßig aufrufen.

E-Mail

Das älteste Internet-Medium funktioniert anders. Eine Nachricht wird von einer Person an eine andere Person (oder eine kleine Liste von Personen) geschickt. Wer einigermaßen häufig sein E-Mail Postfach öffnet, erfährt schnell von neuen E-Mails.
Das Medium E-Mail stößt an seine Grenzen, wenn man eine große Zahl von Leuten erreichen möchte. Dann kann man zwar auf Mailing-Listen zurückgreifen, die sind aber unhandlich und bergen so manches rechtliches Problem (das ganze Thema Spam und unerwünschte E-Mails).

Facebook

Facebook springt zunächst mal in die Lücke zwischen der Homepage und E-Mail.
Es gibt einige Informationen auf einer Facebook-Seite, die recht vergleichbar sind mit den Inhalten auf einer Homepage. Wer also die Facebook-Seite anwählt, erhält einige Infos, die man auch auf einer Homepage hätte abrufen könnte.
Sobald jemand in Facebook den "Like-Button" drückt, also zu einem Fan der Seite wird, erhält er/sie nun aber eine direkte Nachricht, sobald sich etwas ändert.
Facebook eignet sich damit besonders gut, um kurzfristige Informationen noch an Interessierte zu verteilen, die man mit einer Homepage nicht mehr erreicht und per E-Mail ohne Mailing-Listen gar nicht erreichen kann.

Was ist mit den Gefahren von Facebook?

Alle Daten, die wir Facebook anvertrauen, werden von Facebook auch verarbeitet und "zum Geldverdienen" genutzt. Das muss jedem von uns als Facebook-Teilnehmer klar sein. Alle Informationen, die wir Facebook geben, können irgendwo anders wieder auftauchen. Klar gibt es Einstellungen zur Privatsphäre, klar können nur die Leute die Daten sehen, für die ich sie freigegeben habe, aber klar verarbeitet Facebook die Daten doch in einer Form, die wir nicht kontrollieren können.
Klar ist aber auch, dass jeder Besucher unserer Website die dort heruntergeladenen Daten ebenso verarbeiten kann, aber darum geht es hier nicht.

Wie gehen wir mit Facebook um?

Bild "Willkommen:hk-facebook.jpg"Im Internet soll die Hauptinformationsquelle für alles rund um unsere Kirchengemeinde weiterhin unsere Homepage http://www.heilandskirche.de sein. Alle Infos, die wir im Internet bereitstellen, finden sich hier.

Auf Facebook finden sie neben einigen ganz allgemeinen Informationen über die Gemeinde immer nur Verweise auf die Website.

Das funktioniert dann so:
  • Auf http://www.heilandskirche.de tut sich was, ein neuer Beitrag über z.B. einen Jugendgottesdienst
  • Damit unsere Facebook-Fans das mitkriegen, veröffentlichen wir eine Statusmeldung in der Art "Jugendgottesdienst am 25. Januar, nähere Infos hier..."
  • Manche Fans fühlen sich angesprochen und geben die Meldung vielleicht sogar noch weiter
  • Zur Veranstaltung kommen dann ein paar Leute mehr, die es sonst gar nicht gewusst hätten

Folgende Grundsätze beachten wir bei jeder Veröffentlichung:
  • Es gibt keine Informationen exklusiv auf Facebook. Außer der Benachrichtigung über Änderungen gibt es keinen Mehrwert hinsichtlicht der Infos zu unserer Gemeinde
  • Alle Informationen auf Facebook sind so öffentlich, dass wir sie jederzeit ohne irgendwelche Bedenken auch auf jeder Plakatwand veröffentlichen könnten

Empfehlungen für die Verwendung von Facebook

  • Freuen sie sich über die Möglichkeiten von Facebook, aber nutzen sie das Medium mit Bedacht.
  • Stellen sie nur das bei Facebook online, was sie auch am schwarzen Brett einer Groß-WG mit allen ihren Facebook-Freunden veröffentlichen würden. Denken sie aber auch daran, wer das schwarze Brett alles sehen könnte, wenn jemand aus der WG eine Party feiert.
  • Verzichten sie auf alles, was peinlich sein könnte. Das Internet vergisst schon nichts, und Facebook auch nicht.
  • Auch wenn es nicht geheim ist, es muss nicht das ganze Leben zu Facebook und ins Internet.
    Achten sie schließlich die Privatsphäre der anderen, das gilt besonders für Fotos.



Haben sie Fragen oder Anregungen?
Melden sie sich einfach:
Michael Bartl, Tel. (089)61501126
oder mbartl@heilandskirche.de